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Damit Passwörter starke Helfer sind

Passwörter spielen bei der Datensicherheit eine zentrale Rolle und dienen der Legitimation der Benutzer. Ein falscher Umgang birgt das Risiko hoher Schäden.


Ob am heimischen Computer oder Laptop, am Tablet-PC oder auf dem Smartphone: Wir alle benutzen zwangsläufig viele Passwörter und personenbezogene Daten, die gut geschützt werden sollten. Der Einsatz von starken Passwörtern gehört zu den grundlegenden Regeln, um möglichst sicher zu surfen und die eigenen Daten vor einem unberechtigten Zugriff zu schützen. Michael Schöpf, der externe Datenschutzbeauftragte des Spar- und Bauvereins, gibt im Rahmen unserer neuen Serie wertvolle Tipps und Tricks dazu.

Je sorgfältiger und sicherer ein Zugangspasswort ausgewählt wird, desto mehr Arbeit entsteht im Kopf. Denn wir alle müssen uns gut merken, welches Passwort für welchen Zweck eingesetzt wird. Je komplexer das ausgewählte Passwort ist, desto größer ist später die Denksportaufgabe, wenn man sich daran erinnern muss. Zu den Grundsätzen der Informationssicherheit zählt in jedem Fall, dass Passwörter regelmäßig zurückgesetzt und geändert werden sollten. Über die Häufigkeit entscheidet hier das eigene Sicherheitsbedürfnis. Als Faustregel gilt: Lieber ein sicheres Passwort nicht so oft wechseln, als in kurzen Abständen unsichere Passwörter verwenden.

Passwörter sollten niemals unverschlüsselt auf dem PC abgelegt werden oder auf den berühmten Notizzettel geschrieben und dann an den Bildschirm geklebt oder ins Portemonnaie gelegt werden. Wer sich seine Passwörter notieren will, sollte sie auf Papier dokumentieren und unter Verschluss halten bzw. auf dem Rechner in einer verschlüsselten Datei ablegen.

Wer viele Online-Accounts hat, für den empfiehlt sich ein Passwort-Verwaltungsprogramm wie zum Beispiel keepass. Mit einer solchen Softwarelösung ist neben der Passwortverwaltung auch das Generieren von sicheren Passwörtern möglich. Dabei kann dann ein sogenanntes Masterpasswort angelegt wird, das zentral gespeichert und für alle Anwendungen eingesetzt wird.

Tipps für ein gutes Passwort

  • Es sollte mindestens acht Zeichen lang sein, je länger desto besser.
  • Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern (?!%+…) bestehen.
  • Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustieres, des besten Freundes, des Lieblingsstars oder deren Geburtsdaten und so weiter.
  • Wenn möglich sollte das Passwort nicht in Wörterbüchern vorkommen.
  • Es soll nicht aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern bestehen, also nicht asdfgh oder 1234abcd oder Ähnliches.
  • Einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen $ ! ? # am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen, ist nicht empfehlenswert.
  • Falls Ihr Passwort Umlaute enthält: Bei Reisen ins Ausland kann es passieren, dass diese auf landestypischen Tastaturen eventuell nicht eingegeben werden können.

Tipps zum Merken von Passwörtern

  • Sie merken sich einen Satz wie zum Beispiel: Heute war ein toller Tag
  • Nutzen Sie aus diesem Satz von jedem Wort die ersten beiden (oder nur einen, oder drei) Buchstaben, um ein Passwort zu erstellen. Ergebnis: hewaeitota
  • Dazu ist es ratsam, zum Beispiel immer den dritten Buchstaben (oder einen anderen) des Passwortes groß zu schreiben. Ergebnis: heWaeitota
  • Darüber hinaus kann ein Passwort durch ein Sonderzeichen und eine zweistellige Zahl am Ende (oder wo auch immer) ergänzt werden. Ergebnis: heWaeitota#22

Zuerst erschienen in:

unter uns 10.2017

Mitgliederzeitschrift der Spar- und Bauverein eG, Hannover
www.spar-undbauverein.de

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